JUNGHUNDE

Ab dem 5. Lebensmonat, ist der Welpe zu einem Junghund herangewachsen.
Im Idealfall zeigt sich der junge Hund sehr unternehmungslustig und neugierig. Diese Eigenschaft kann man sich gut zu nutze machen. Als Welpe schon in Kleinstschritten begonnen, gilt es jetzt dem Junghund Spaß am gemeinsamen Arbeiten zu vermitteln.
Damit der junge Hund lernt im Verband zu laufen, eine natürliche Verhaltensweise, sollte man mit Orientierungsarbeiten, oder Bindungsarbeiten, beginnen.

Dieser erste Schritt der Zusammenarbeit hat noch nichts mit dem herkömmlichen Gehorsam zu tun, der Hund lernt vielmehr ganz selbstverständlich auf den Hundehalter zu achten. Über ein Dreiecksystem kann man in kleinen Schritten mit der Konzentrationsarbeit, Hund lernt selbstständig ohne Aufforderung des Hundehalters Blickkontakt herzustellen, beginnen. Durch futtermotiviertes Arbeiten lernt der Hund welches gezeigte Verhalten sich für ihn lohnt und welches nicht. In diesem Zusammenhang muss man auch mit einem sich schon sehr lange anhaltendem Irrtum auseinandersetzen. 
Immer wieder äußern sich Hundehalter, dass der Hund gewisses erlerntes Verhalten für den Halter zeigen soll, und nicht für eine Belohnung. Dazu läßt sich sagen, dass der Hund uns seine Zuneigung ganz selbstverständlich entgegenbringt, da er ein Verbandstier ist. Er stellt es nicht in Verbindung mit der Ausführung eines verläßlichen Gehorsams. Das Basistraining setzt sich aus dem Grundgehorsam zusammen. Dieser beinhaltet Leinenführigkeit, aber auch die Freifolge. Freifolge bedeutet, dass der Hund auch ohne Verbindung der Leine neben dem Halter mitläuft. Den Positionsübungen, wie Kommando: SITZ, PLATZ, STEH. Beginnend als Standposition, damit der Hund lernt, direkt die verlangte Position auszuführen. Weiterführend aus der Bewegung des Hundehalters.
Aber auch das Verharren in einer Position soll Schritt für Schritt im Junghundeaufbau erlernt werden. Der Hund verweilt so lange in einer ihm vorgegebenen Position, bis der Hundehalter das Kommando wieder aufhebt.
Ein weiteres sehr wichtiges Gehorsamselement ist das Hereinrufen, oder Abrufen des Hundes zum Besitzer. Es gibt viel für einen jungen Hund zu entdecken und vieles lenkt seine Aufmerksamkeit auf ihn, deshalb ist es wichtig, dem Newcomer beizubringen, dass es noch viel schöner und interessanter ist, auf Zuruf zu seinem Halter zulaufen.
Der Hund ist ein Lauftier und es sollte ihm daher mindestens einmal täglich gestattet sein, sich frei zu bewegen. Umso beruhigender ist es, wenn der Hund auf Zuruf zu seinem Halter zurückkommt. Zu Beginn sollte der Hund mit sehr geringer Ablenkung arbeiten, damit er genug Ruhe und Aufmerksamkeit zeigen kann um konzentriert mitzuarbeiten.
Mit steigendem Niveau, kann immer mehr Ablenkung eingebracht werden. Das hat den Vorteil, dass der Hund auch unter hoher Ablenkung mit seinem Halter kooperiert.