ALLTAGSTRAINING

Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig und sinnvoll seinen Hund, oder seine Hunde, im Alltag souverän und sicher führen zu können. Hundehalter können lernen ihre Hunde in den verschiedensten Situationen einzuschätzen, sich korrekt zu verhalten, aber auch dem Tier Ruhe und Gelassenheit zu lehren.
Ein wesentlicher Punkt ist auch das Verhalten des Hundehalters gegenüber seiner Umwelt. Ich halte es für sehr wichtig, unsere Hunde gegenüber unseren Mitmenschen so positiv als möglich zu präsentieren. Viele Menschen haben keinen Kontakt zu Hunden und können daher auch nicht einschätzen, ob sich der Hund, der sich ihnen nähert, das mit positiver oder negativer Absicht tut. Manche Personen fürchten sich vor Hunden, sei es aus negativer Erfahrung, oder aber weil sie den Umgang mit Hunden nicht gewohnt sind. Diese Ängste sind vom Hundehalter zu respektieren und es sollte darauf Rücksicht genommen werden.
Es gibt so viele Reize und Situationen im alltäglichem Leben, die in einem Hund die verschiedensten Reaktionen hervorrufen können. Oft kommt man in die Situation von großem Gedränge, oder engen Passagen, usw., da ist es von Vorteil, einen Hund an der Seite zu haben, der seinem Halter vertraut und Ruhe bewahrt. Darum findet das Alltagstraining selbstverständlich auch in den Straßen von Wien statt.

FÜR DEN HUND GIBT ES VIELES ZU LERNEN UND KENNENZULERNEN

GEHORSAM
Gibt dem Hundehalter die Sicherheit, dass sein Hund auch unter Ablenkung mit ihm kooperiert, und vermittelt Nichthundehaltern Verantwortung gegenüber dem Tier und seinem Umfeld.

TRIEBKONTROLLE
Laufende Kinder, Kleinkinder, die sich noch unkoordiniert bewegen, Ball spielende Jugendliche, das alles sind für Hunde sich rasch bewegende „Objekte”, denen sie unter Umständen nachlaufen möchten. Hunde, die in solchen Situationen neben dem Hundehalter verweilen, schonen dessen Nerven und erzeugen keine Ängste bei anderen Personen.

GEFÜHLSÜBERTRAGUNG
Manchmal trifft man auf sich streitende Personen, oder ist selbst Zielobjekt einer Unmutsäußerung, Menschen benehmen sich im Alltag manchmal gestresst, sind hibbelig und nervös, oder haben einfach ein lautes Organ, sprechen mit auffallendem Gestenspektrum. Alle diese Emotionen werden von unseren Hunden wahr-, und aufgenommen. Das kann den einen oder anderen Vierbeiner schon mal beunruhigen. Durch gezieltes Lernen ist es möglich, auch in solchen Situationen dem Hund Ruhe zu vermitteln.

STRASSENVERKEHR
Viele Hunde werden in der Stadt gehalten und kennen von Welpe an den Tumult auf den Straßen. Daher denkt man oft nicht daran, wie viele Reize gleichzeitig auf ein Tier wirken. Die Müllabfuhr lärmt mit den Mistkübeln, gleichzeitig lässt ein LKW die Luft aus den Bremsen und in der Seitenstraße hupt ein PKW. Für uns Alltäglichkeit, zum Teil auch für den Hund, und trotzdem kann ein Zusammenkommen so vieler verschiedener Reize belastend für das Tier sein.

AUCH DER HUNDEHALTER LERNT IM ALLTAGSTRAINING SO EINIGES
Wie verhalte ich mich mit meinem Hund, wenn mir Kinder entgegenkommen
… Personen mit Kinderwagen
… Ältere Personen mit Gehhilfe oder Rollstuhl
… Jogger und Radfahrer
… wenn mir eine Person mit angeleintem Hund entgegenkommt
… wenn mir ein freilaufender Hund entgegenkommt
… wenn mir ein freilaufender Hund entgegenkommt, dem ich keinen Halter zuordnen kann
… wenn mir eine lautstarke Gruppe von Jugendlichen entgegenkommt
… u.s.w.
Die Liste könnte noch um vieles mehr erweitert werden.
Warum halten sich Menschen Hunde?
Wohl auch darum, weil sie einfach Freude daran haben, mit ihren vierbeinigen Begleitern unterwegs zu sein.
Ein Spaziergang mit dem Hund sollte Entspannung, Freude und Genuss sein. Wie viel mehr an Entspannung und Freude bringt es einen Hund als Begleiter zu haben, auf den man sich verlassen kann und der gelernt hat, so manches für ihn nicht verstehbares Verhalten der Menschen gelassen zu nehmen.